Endlich ein gutes Beispiel:
Die Stadt Bern bestraft Gift-Littering

Was man/frau hier am Bahngeleise beim Bahnhof Ilanz so sehen muss...  ( Bild: tst )

«Subers Bärn»

40 Franken Busse für Zigarettenstummel

BERN - 3.5.2011

Die Kampagne «Subers Bärn – zäme geits!» fordert Raucher auf, die Überreste ihrer Tabakware künftig korrekt in den Aschenbechern zu entsorgen.

Wer sich nicht daran halte, riskiere eine Busse von 40 Franken, mahnen Plakate, die seit heute in der gan-zen Stadt zu sehen sind.

20 Millionen Franken fürs Putzen

Achtlos weggeworfener Abfall bleibe ein Dauerbrenner, betonte Gemeinderätin Regula Rytz vor den Medi-en.  Allein die Reinigung der städtischen Strassen, Trottoirs und Plätze verursache jährlich Kosten von fast 20 Millionen Franken.

Massenhaft herumliegende Zigarettenstummel gehörten zu den grössten Ärgernissen im öffentlichen Raum, erklärten die Verantwortlichen unter Berufung auf Studien.  Besonders bei Bus- und Tramhaltestel-len wimmle es vor Kippen, obwohl Aschenbecher zur Verfügung stünden.

Schlimmer seit Rauchverbot

Das Problem habe sich seit Juli 2009 noch verschärft: Seit das Rauchen in Innenräumen verboten ist, müssen die Menschen ihrer Sucht vermehrt im Freien frönen und entsorgen die Kippe mitunter gleich auf der Strasse.

Besonders problematisch sind Zigarettenstummeln laut Stadtbehörden in den Parkanlagen und in Abwas-serkanälen. In der Abwasserreinigungsanlage ARA müssen weggeworfene Kippen mit grossem Aufwand aus dem Wasser gefiltert werden – «das Entsorgen in den Senklöchern stellt daher keine Lösung dar», heisst es in einem Communiqué. (SDA)

Bemerkungen:   Am Schweizer Radio wurde gesagt, dass allein die Kosten für die Entsorgung von Zigarettenstummeln die Schweiz 50 Millionen Franken koste.  Wenn überall die Zigaretten-stummel eingesammelt und als Giftmüll richtig entsorgt würden, wären die Kosten noch viel höh-er, also gar nicht machbar.  Warum denn nicht bei den Verursachern anfangen???

Wenn ein Kleinkind in einer Parkanlage oder auf einer Schwimmbadwiese so einen Zigaretten-stummel erwischt und verschluckt, kann sich dies aufgrund der darin befindlichen Nikotinmenge tödlich auswirken.  Ein Filterzigarettenstummel ist als Gift-Sondermüll zu betrachten.  Wer solchen Sondermüll nicht korrekt entsorgt, macht sich ohnehin strafbar.

Auch in unserer Berggemeinde Siat begann das Littering unangenehme Formen anzunehmen seitdem die Dorfschule aufgehoben wurde, die Kinder vom Dorf täglich zweimal nach Rueun hin-unter mit dem Postbus zur Schule fahren müssen und das schöne grosse Schulhaus zu einer "Casa Sentupada" umgebaut wurde, wo nun regelmässig Gruppen von Mittelschülern und Lehr-lingen zu Prüfungsvorbereitungen und Klassenlagern usw. einquartiert werden. In der Freizeit tummeln sich diese Jungen im Dorf herum und werfen  achtlos Verpackungen einfach weg, von Dem was sie geraucht, gegessen oder getrunken haben. 

So sieht es nun schon auf unserem Hausberg Crap Friberg aus (früher völlig sauber):

Ich sah noch wie sich der frühere Gemeindepräsident, Architekt De Puoz jeweils bückte und es auflas, wenn ein Papierchen herum lag. 

Der heutige Gemeindepräsident hätte da schon zu viel zu tun und kann  froh sein, wenn es noch Einwohner gibt, welche zuweilen etwas Ordnung schaffen und Papier- und Plastiktüten, Colabüchsen, Zigarettenschachteln und Zigarettenstummel, Getränkeflaschen und Deckel usw. auflesen und in den wohl vorhandenen Abfallkübeln entsorgen. 

Schlimmer ist es für unsere Biobauern, wenn ihr Vieh so in die Wiesen weggeworfene Abfälle aus Versehen frisst und dadurch Verdauungs- und Vergiftungsprobleme auftreten, die sehr hohe Kos-ten verursachen können, abgesehen von den Qualen, welche die armen Tiere erleiden müssen.

Ich mache daher allen Schweizer Gemeinden den Vorschlag, nun viel konkreter gegen das Littering- Problem vorzugehen, da dieses offenbar auch stark mit dem Migrationsproblem zu-sammenhängt, weil ein Grossteil der Ausländer nicht denselben Respekt vor der Natur haben wie dies wenigstens für die Meisten von uns Schweizern selbstverständlich ist.  Dazu tragen sicher auch unsere "Bachputzeten" bei, wo die Schulkinder lernen, dass achtlos oder böswillig Wegge-worfenes sehr viel Mühe benötigt um doch noch ordentlich entsorgt zu werden ohne Schaden zu verursachen.

Ich war wirklich entsetzt als letzthin der Bundesrat eine Petition aus dem Nationalrat ablehnte, mit welcher Littering-Sünder bestraft werden können (nicht müssen!). 

Wie wäre es, dachte ich, wenn die ablehnenden Bundesräte jeden Monat mal einen Tag lang auf öffentlichen Plätzen, am Rande von Landstrassen und Autobahnen Abfälle zusammen sammeln müssten, life am Fernsehen mitzuverfolgen?  Das wäre doch wirklich eindrücklich für alle Beteilig-ten, nicht ?  An Vorschlägen zur Behebung oder mindestens zur Milderung der Littering- Proble-me fehlt es sicher nicht, aber HANDELN müsste man nun auf oberster Ebene !       (tst)

Übrigens gibt es sogar eine Interessegemeinschaft für saubere Umwelt:

  www.igsu.ch/de/index.html

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