Vorbemerkung:  Dieser Familie konnte Dank diesem Aufruf vorerst mal aus dem Leserkreis aus den grössten Schwierigkeiten hinaus geholfen werden - herzlichen Dank Ihr Lieben!  (>siehe den Brief zuunterst von Eva-Maria)

Hilferuf einer Not leidenden Deutschen Familie

Rundmail von  <Evaoeser@aol.com>

am Dienstag, 7. März 2006 17:12

Lieber Verteilerkreis!

Heute mal in eigener Sache, damit endlich jeder mitbekommt, wie diese BRD mit deutschen Bürgern und Familien umspringt, bitte ich, dieses – wenn auch mein ureigenstes und ganz persönliches - Problem möglichst weit zu verteilen.

Ich gebe zu, dass ich mich lange deswegen geziert habe – falscher Stolz oder so etwas in der Art, aber wenn jeder nur still vor sich hinleidet oder seinen Frust an der falschen Stelle ablädt, wird es immer nur noch schlimmer hier!

Nichts geht mehr! 

Dieser Staat kennt keine Skrupel mehr!   (Die spinnen, die Römer!)

Erst bekomme ich als arbeitslose Mutter von 4 Kindern nicht genug Unterstützung, um ein einigermassen würdiges Leben führen zu können und jetzt soll ich wegen desolater Finanzlage auch noch in den Knast!

Hintergründe:

Hartz IV heisst, dass die Kinder mit ihrem Kindergeld die Familie –sprich die Eltern- mit versorgen müssen. Ade jeglicher Lebensstandard.

Die Leistungen dieser ARGEn Grundsicherung sehen keinen Zuschuss für ein eigenes KFZ vor –obwohl diese in unserem Falle nur etwa ein Zehntel der ansonsten für uns theoretisch anfallenden Mietkosten betragen (also falls wir in einer angemessenen Sozialwohnung wohnen würden). Wir wohnen aber in einem eigenen kleinen Haus – allerdings etwas abgelegen, weshalb wir auf das Fahrzeug angewiesen sind.

Wir müssen die dafür anfallenden Kosten also zwangsläufig von unserem Geld für den Lebensunterhalt begleichen. (ja, ja, Zuschuss nur bei Job, Job nur bei Auto)

Eine anwaltliche Auskunft besagte zwar, dass mir als allein erziehender Mutter (ja, die Familie hat wegen ständig zu wenig Geld auch schon auseinander gehen müssen, zusammen bekommt man halt noch weniger) in besonderen Fällen auch die Fahrzeugkosten erstattbar wären, jedoch schert das weder das Arbeits- noch das Sozialamt, die wechselseitig aufeinander verweisen, ich laufe also erfolglos von Pontius zu Pilatus und habe jetzt ausserdem noch 11,-€ anteilige Beratungskosten für die Anwältin offen, die mir dafür nicht einmal eine Sozialklage entgegennehmen wollte. (Ganz kostenlos gibt es nicht mal mehr für Arme etwas hier!)

Wegen einer einfachen Ummeldung von einem Arbeitsamt zum anderen (es war ein verwaltungs-technisches Problem, kein Umzug) musste ich einen ganzen Monat Ende letzten Jahres ganz ohne Geld auskommen, weshalb ich keine KFZ-Versicherung zahlen konnte –Resultat: Stilllegung des Autos mit weiteren Kosten von 80,-€, die ich ebenfalls nicht zahlen kann. (dazu hat das Amt auch noch geschlafen, denn die Nachzahlung war lange erledigt)

Ich kann nicht einmal meine neue Adresse für die KFZ- Zulassung ummelden, da mir die Zahlung der KFZ-Steuern nicht möglich war, ich habe erst einen Teilbetrag zahlen können, es sind aber immer noch über 200,-€ offen, zuzüglich der Eintreibungskosten, zu fürstlichen Sätzen. Keine Steuern, keine Ummeldung.

Ich habe leider auch noch andere Rechnungen offen, die ich soweit möglich, in Raten abzahle, u.a. für Strom, dessen Preis letztes Jahr über Gebühr angestiegen war, so dass wir –anstelle weniger auf der Rechnung zu haben, weil wir einfach einige Stromfresser abgeschafft hatten, trotzdem mehr zahlen mussten.

Wegen einer weiteren, noch länger zurückliegenden ungerechtfertigten Geldforderung (ich bekam auch vor Gericht kein Recht sondern lediglich ein Urteil nach dem ich zu zahlen habe) musste ich – unter Androhung von Haft, bereits die Eidesstattliche Versicherung leisten.

Mein ehemaliger Lebenspartner kann auch nichts mehr zahlen, wegen 10,-€ „Praxisgebühr“, die ja angeblich gar nicht eingeklagt werden dürfen, hat er jetzt deswegen eine Rechnung von mehr als 80,-€ offen, weil man es eben doch versucht, mit aller Gewalt einzutreiben.

Für seinen Umzug bekommt er übrigens weder Kaution noch Umzugskosten vom Arbeitsamt.

Ich kann mir nicht einmal die Zähne reparieren lassen, da ich bis zu einer gewissen Höhe pro Jahr die Kosten selbst zu tragen habe, ich kann es  aber nicht! Mir fehlen sogar die 10,-€ „Praxisgebühr“, die ich mir (weil ich ja ausser dem Zahnarzt sonst keinen Arzt brauche) auch nicht zurückerstatten lassen kann, es muss erst ein gewisser Prozentsatz vom „Jahreseinkommen“ an Kosten getragen worden sein, also muss ich die 10,-€ doch zahlen.

Ich kann mir die wärmstens von Staats wegen angepriesene Riester-Rente nicht leisten, da mir das Arbeitsamt den Beitrag dafür nicht übernimmt –nur bei Job. Ich habe 4 minderjährige Kinder, ich will also derzeit gar keinen „Job“, da mich ohnehin die Kinder zu Hause brauchen, die Kleine ist erst 4 und ausserdem ist der Kindergartenplatz zu teuer. Ich bekomme vom Arbeitsamt auch keine Schulbücher für die anderen Kinder bezahlt. Wir bekommen – da theoretisch arbeitsfähig auch kein Bekleidungsgeld und was „normale“ Sozialhilfeempfängern ansonsten zusteht.

(Wer ist eigentlich ein „normaler“ Sozialhilfeempfänger? Soweit ich das mitbekommen habe, werden selbst Asyl suchende Ausländer oder Einwanderer recht gut ausgestattet.)

Ich bekomme trotz Antrag und ärztlichem Attest keinen Zuschuss für besondere Ernährung  (Kinder vertragen keine Zusatzstoffe, ich würde gern weiterhin Bio-Lebensmittel kaufen) statt dessen dürfen wir uns bei der „Tafel“ (früher hiess das Suppenküche“) das abholen, was die Läden sonst wegschmeissen würden und was per Gesetz eigentlich nicht einmal mehr an Schweine verfüttert werden darf.

Da wir mehrere Hunde haben (keine Neuanschaffungen und auch keine Luxushunde sondern wir haben halt seit ewigen Zeiten Familienhunde), sollen wir trotz eigenem – ausserhalb der Stadt gelegenen  Grundstück- es fallen also für keine Stadt oder Gemeinde irgendwelche Reinigungskosten an, auch noch Hundesteuern bezahlen – und das in einer unverschämten Höhe von über 350,-€ pro Jahr, das habe ich schon mehrmals (und bis jetzt auch erfolgreich) abgelehnt. 

Jetzt kommt aber der Oberhammer: Einer unserer Hunde lief letztes Jahr wohl wegen einer läufigen Hündin in den benachbarten Ort, wo er auch die Nacht verbrachte –vermutlich vor einem Zaun nach der begehrten Dame schmachtend, so etwas passiert halt. Dann war er erst einmal zu müde um gleich wieder heim zu laufen und schlief am Strassenrand, wo ihn aufmerksame Bürger bemerkten und das Ordnungsamt verständigten – ein Dank der freizügig geschürten Hundeangst.

Der völlig friedliche (!) Hund wurde also eingefangen und ins Tierheim verbracht, wo ich ihn dann wieder abholen musste, diese Rechnung ist übrigens auch noch nicht bezahlt. Hätte man vom Ordnungsamt wenigstens beim Verein Tierhilfe e.V. angerufen, hätte man auch erfahren, wo der Hund vermisst wurde und ich hätte ihn selbst abholen können.

Aber: nun kommt das Ordnungsamt ja nicht umsonst daher –die Steuern reichen ihnen wohl auch nicht zum Arbeiten, jetzt soll ich die auch noch mit einem fürstlichen Stundensatz von 40,-€ pro Stunde dafür bezahlen, dass sie meinen schlafenden Hund eingefangen und ins Tierheim gebracht haben.

Ich habe zwar umgehend dieser „Behörde“ mitgeteilt, dass ich keinerlei Geld habe, auch schon eine eidesstattliche Versicherung leisten musste, und man sagte mir auch telefonisch, dass das dann halt liegen bleibt, aber es blieb nicht –jedenfalls nicht lange und jetzt will man mir mittels einer Zwangsvollstreckung das Geld hinwegpfänden.

299,44 € sollen es jetzt sein, ja, jede „Amtshandlung“ kostet extra, Geldeintreiben sowieso – nur da ist nichts mehr. Schon lange nicht mehr.

Das Konto ist bereits vom Finanzamt gepfändet, wegen der ausstehenden KFZ-Steuern.

Also rief ich bei der Vollstreckungsstelle an, Frau John heisst die gute Frau bei der Stadtkasse in Rudolfstadt (Markt 7), dass da nichts mehr zu holen ist, weil ich nur Hartz IV bekomme, mit 4 Kindern allein stehend bin und das Konto bereits gepfändet ist – ich kriege dort nur noch meine unpfändbaren Sozialleistungen ausgezahlt und kann nicht einmal mehr eine online- Überweisung vornehmen und jetzt geht gar nichts mehr

Die Auskunft der Dame an der Strippe war:

               "Dann kommen Sie eben in Erzwingungshaft!"

Eva-Maria Oeser

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Was können wir tun?

Als Erstes habe ich sofort mit Eva-Maria Kontakt aufgenommen und sie um nähere Angaben gebeten, damit wir aus dem Netzwerk des Lichtes Hilfe leisten können.
Sie sandte mir auf meinen Wunsch zwei Bilder von Ihr (oben)


und von ihren zwei Mädels und zwei Jungs.

Weiter schrieb sie:

Wenn jemand helfen kann (ausser mit der Verteilung dieser Information), dann habe ich folgende
Bankverbindung:

Frau Eva-Maria Oeser
Postbank Berlin

Kto-Nr.: 831681107

BLZ: 10010010

Ich danke dir/Euch herzlichst für dein/Euer Engagement!

Liebe Grüße!  

Eva-Maria Oeser

Kämmeritze 1

07407 Rudolstadt

Telefon 0049- (0) 3671-460687
E-Mail:  EvaOeser@aol.com

Von:        Evaoeser@aol.com

Datum:    Mittwoch, 15. März 2006 11:13

An:          thyl.steinemann@7stern.info

Betreff:    Dank und weitere Info

Lieber Thyl!

Erst einmal ein herzliches Dankeschön, da durch deine Hilfe Viele von unserer Situation erfahren, und - was ebenfalls wichtig ist - uns auch geholfen haben.

Wir haben einerseits viele hilfreiche Mitteilungen bekommen (z.B. zur Rechtslage nach „Eidesstattlicher Erklärung“ und daß man mich deswegen gar nicht in Erzwingungshaft nehmen darf). Wir haben auch so viel Geld bekommen um die üble Talsohle wieder verlassen zu können, das Konto ist wieder frei, wir können unser Auto wieder nutzen und es war auch noch genug übrig um für jedes Kind noch etwas Bekleidung zu kaufen, das hat uns sehr viel geholfen und es seien auch noch die Pakete erwähnt, in denen eine liebevolle und hilfreiche Zusammenstellung von haltbaren Lebensmitteln war, auch das war für uns sehr erfreulich.

Ich denke, es könnte auch unter dem Aufruf ein herzliches Dankeschön von uns erscheinen, eventuell verwendest du diesen Brief auch gleich dazu.

Zu den Nachfragen, ob das Geld den Behörden für eine ungerechtfertigte Forderung (also wegen des grundlos weggefangenen Hundes) in den Hals geschmissen wird, kann ich guten Gewissens sagen, daß das nicht geschieht, dagegen setzen wir uns zur Wehr, es ist alles ausschließlich der Familie zugute gekommen (wozu auch das Fahrzeug zählt, da wir ja darauf angewiesen sind). Herzlichen Dank noch einmal!

Des Weiteren erreichten mich Schilderungen von anderen Fällen, in denen es Menschen noch schlechter ergangen ist, indem man sie völlig zwangsenteignet hat und die Haus und Betriebe verloren haben, jetzt im Prinzip vollständig ohne eigenes Heim dastehen.

Es ist erschütternd!

Ich habe es ja von vornherein gewusst, daß wir nicht gerade ein Einzelfell sind - eben weil wir auch Bekannte haben, die ebenfalls am Existenzminimum leben und wo jede zusätzlicher finanzielle Forderung eine Katastrophe darstellt, aber es ist ja noch schlimmer!

Es gibt schon viele Seiten im Netz, wo sich Justizopfer zusammengeschlossen haben und wo Fälle aus der Praxis dargestellt sind, eventuell ist das sogar ein Thema für eine separate Seite im Rahmen der Deutschland-Thematik bei Heptagon? Es scheint an der Zeit zu sein, hier richtig für Öffentlichkeit zu sorgen, denn diese Art der Politik gegen das Volk betrifft nicht nur uns hier - wenn auch hier für mitteleuropäische Verhältnisse einiges schon als heftig und extrem bezeichnet werden kann.

Ich arbeite auch an der Volksaufklärung mit, indem ich (über e-mail-Verteiler) sowohl spirituelle auch politische Informationen verteile. Wenn du möchtest, kann ich mich an der Ausarbeitung von Texten für die von dir eingerichtete Seite zum Thema Deutschland beteiligen, ich habe dazu inzwischen viel dazugelernt und gebe das auch gern weiter.

Was meinst du dazu?

Herzliche Grüße!    Eva-Maria

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E-Mail von Eva-Maria Oeser vom 10.April 2006

Liebe Freunde und HelferInnen

Danke der Nachfrage, leider ist durch Streichung meines Dispo-Kredites das Dilemma nach erster Erholung durch Spenden noch einmal noch größer geworden, man sperrte mir sogar Telefon und Internet - ich konnte ja keine Rechnung mehr bezahlen, aber das geht erst mal wieder seit heute, da haben mir Freunde mit einem Darlehen ausgeholfen.

Irgendwie schaffen wir es schon, wenigstens bin ich seit heute erst einmal wieder online und damit auch in der Lage, wieder etwas - auch für andere zu tun.

Eng ist es nach wie vor, aber die ganz große Krise ist erst einmal überstanden.

Herzliche Grüße!  Eva-Maria Oeser

> Wer also nochmals weiter helfen kann, möge sich bitte mit Eva Oeser
    in Verbindung setzen! Thyl

 

Weitere Fälle von systematischer Existenzvernichtung,
zum Beispiel:

www.existenzvernichter.de

Letzte Bearbeitung dieser Seite:  09.09.2006

 

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