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Thyl Steinemann 1975 (geb.1933)
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1975 wurde ich als
"Einer der
Solarpioniere der ersten Jahre" für die Entwicklung eines
hocheffizienten Parabolspiegel-Kollek-torsystems
engagiert von Franz Scherer, Geflügelfarmer und Geflügelfutter-Lieferant in Römerswil
LU.
Franz Scherer baute schon einen ersten
Kollektor-Prototyp mit Lamellenspiegeln, der aber zu wenig
professionell war um verkauft werden zu können. Mir wurde die Aufgabe
anvertraut, innerhalb kürzester Zeit ein System zu entwickeln und einen
Prototyp zu bauen, mit dem wir an die Mustermesse
Basel gehen werden und das
System anpreisen und zum Patent anmelden können.
Ich gründete mit Franz Scherer (als Inhaber) zusammen die Firma "Swissolar",
deren Geschäfts- und Projektleitung mir selbst
an-vertraut wurde.
Alles lief gemäss Programm, die Patentansprüche
habe ich an-gemeldet
und drei tüchtige Mitarbeiter engagiert, einen dipl. Elek-troingenieur
HTL, einen tüchtigen, zuverlässigen administrativen Mitarbeiter
und extern einen wissenschaftlichen Berater mit
solar-technischem Expertenwissen. |

In
Gemeinschaftsarbeit entwickelten und bauten wir für unsere Innovation,
die wir
"Solarsystem Poly-flex"
nannten, innerhalb von nur 6 Monaten einen
Prototyp,
der rechtzeitig fertig gestellt wurde um
von unserem Firmenchef
Franz Scherer mit seinem Lastwagen an die Mustermesse 1975 in
Basel transpor-tiert
zu werden, wo wir mit bescheidensten Mitteln
einen kleinen, viel beachteten
Stand einrichteten (siehe Bild nebenan).

Stand an der Mustermesse Basel 1976
Vom grossen Zuspruch der Besucher
ermutigt, erweiterten
wir unser
Team von
qualifizierten Fach-leuten
mit einem bewährten Mechaniker-Konstrukteur und
vervollkommneten das System weiter
mit ver-schiedenen Versionen
von Sonnenmitführanlagen bis zur Fabrikationsreife einer
thermischen Kollek-toranlage mit 5
Parabolspiegeln,
die drehbar und neigbar, also zweiachsig durch eine elektronische
Steuerung von der Sonne sehr präzis mitgeführt werden.
Prototyp
Polyflex 2

Den Prototyp POLYFLEX I konnten wir mit
freundlicher Unterstützung des Hauswarts auf
dem Dach der Ingenieurschule Burgdorf im Frühling und Sommer 1976
auf wissenschaft-licher Basis
mit besten Messinstrumenten und Mehrkanalschreiber bei ausdauernd
prächtig-stem Sonnenschein ausgiebig testen
und dokumentieren.
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Sonnenmitführanlage Gyrobend
Die Nachführanlage Gyrobend
wurde 1975 entwickelt.
Es konnte ein schwerer Parabol-Rundspiegel aus 20mm dickem Glas von 1,5m
Durchmesser darauf montiert werden, der infolge seiner 16'000-fachen Kon-zentration des
Sonnenlichtes sehr exakt der Sonne nachgeführt werden muss. Eine solche Anlage wurde an
die Universität Lausanne geliefert und eine Anlage samt Parabolspiegel an die
Universität Stuttgart.
Dieselbe Anlage
wurde auch für den Prototyp Polyflex 2 verwendet, mit dem von uns die grundlegenden Tests
im Mai und Juni 1976 auf dem Dach der Ingenieurschule Burgdorf durchgeführt werden
konnten. (siehe Bild oben). |

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Parabol-Rundspiegel
Aus Restbeständen des Militärs konnten wir einige Parabol-Rundspiegel
erwer-ben, die im 2.Weltkrieg von der Schweizer Fliegerabwehr in Scheinwerfern ver-wendet
wurden. Ich mag mich noch gut an eine Übung des Militärs erinnern, an der Ütlibergstrasse in Zürich, seinerzeit noch am Rande der Stadt. Ich kam gerade vom
Violinunterricht heim als es schon dunkel wurde. Viele Menschen in der Stadt sahen
schon von weitem den hellen Strahl am Himmel.
Wir
haben mit einem solchen Parabol-Rundspiegel unter Sonnenlicht selbst
Versuche
durchgeführt und in eine 3 mm dicke Eisenplatte innerhalb knapp einer Minute ein Loch durchgebrannt
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Sonnenmitführanlage Gyroturm GT31
Eine solche Nachführanlage
wurde
1976 an Solarex USA geliefert, welche ihre Solarzellen
damit der Sonne mitführt, ausmisst und testet. Diese Anlage war für Rundspiegel bis 3m Durchmesser, für Kollektor- Testmodelle
bis 10 m2 und für eine Traglast bis 500
Kg
geeignet.
Die Konstruktion des
Azimut-Antriebes ist genial einfach und spielfrei gelöst worden, mit einem
Lastwagen-Scheibenwischermotor und einem Kettenzahn-rad-Getriebe. Für die Elevation wurde
von mir in Zusammenarbeit mit dem Schulungs- und Arbeitszentrum für Behinderte in
Burgdorf (SAZ) ein Nieder-volt-Spindelantrieb entwickelt, der preisgünstig ist und
präzise und spielfrei Jahre lang störungsfrei funktionierte. Derselbe Spindelantrieb konnte auch für alle
anderen Sonnenmitführanlagen verwendet werden. |

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Prototyp Polyflex 41
Das Ziel
war
ein preiswertes thermisches Kollektorsystem mit be-sonders hohem Wirkungsgrad und mit einer hohen Energieausbeu-te pro
Jahr zu entwickeln und auf den Markt zu bringen.
Das Prinzip der Konzentration der Sonnenstrahlung mit
trogför-migen Parabolspiegeln ist allerdings bevorzugt anzuwenden in Regionen mit einem
hohem Anteil direkter Sonnenstrahlung.
Alle Tests haben bewiesen, dass wir
bestens auf
dem richtigen Weg sind. Insbesondere konnte festgestellt werden, dass der Wirkungsgrad
noch höher ist als von allen anderen Solarsystem-en, die seinerzeit auf dem europäischen Markt
erhältlich waren.
Es wurden 40 Spiegel für acht solcher Anlagen bestellt, die je-doch infolge eines
Brandes der Geflügelfarm von Franz Scherer leider zerstört wurden.
Und dies war
somit das Ende der
Firma Swissolar.
Mit
all diesen Erfahrungen ausgestattet, entwickelte ich in der Folge das
revolutionierende kombiniert anwendbare fotovolta-isch- thermische
Solarkraftwerksystem "HELIOFOL".
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Solarkollektor Polyflex 41
thermisch, mit 17,5 m2 Parabolspiegelfläche

Modell Polyflex 41 |
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Das von einer HTL-Studentin angefertigte,
bewegliche Modell Polyflex 41 |
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Wichtige
Bemerkung:
Wie ich an der "Intersolar" in München im Sommer 2009
feststellen konnte, haben inzwi-schen eine Reihe von Firmen ähnliche
Systeme entwickelt, da erkannt wurde, dass nur mit konzentrierter
Sonnenstrahlung der wirtschaftliche Durchbruch der Solartech-nik ohne
Subventionen zu schaffen ist.
Im Vergleich mit solchen neuen Systemen ist
bemerkenswert, dass kein System den hohen Wirkungsgrad des
POLYFLEX Solarsystems übertrifft, jedoch allesamt in der
Her-stellung eher aufwändiger sind, mit teureren Bauteilen.
Unsere Teile sind einfach u. stabil.

Die
wertvollen Presswerkzeuge sowie Stanz- und Pressmuster für die Herstellung dieses hervorragenden
Parabolspiegel-Systems sind bestens erhalten und lagern in meiner
Werkhalle in Siat:


Wer sich
als Investor oder Fabrikant dafür konkret interessiert, dieses
preisgünstige, hocheffiziente thermische Solarsystem auf den Weltmarkt
zu bringen, möge sich mit mir in Verbindung setzen:
Thyl Steinemann, CH-7157 Siat,
Tel. 004181
(081) 936 03 02 **********************
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